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Klinik für Innere Medizin und Kardiologie

Chefarzt
Prof. Dr. med. Achim Meißner

Sekretariat:
Tel.: 02921 90-1470
Fax: 02921 90-1113

Öffnungszeiten des Sekretariates:

  • Mo., Di., Do., Fr.: 8:00 bis 16:00 Uhr
  • Mi.: 8:00 bis 12:00 Uhr

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Strukturelle Herzerkrankungen/ Klappenfehler

Was ist ein Herzklappenfehler?

TAVI-Klappe

Die vier Herzklappen funktionieren wie Ventile. Sie ermöglichen den Blutstrom in eine Richtung und verhindern einen Rückstrom. Eine Störung der Herzklappen kann auf einer Verengung (Stenose) oder einer Schlussunfähigkeit mit vermehrtem Rückstrom (Insuffizienz) beruhen.

Die häufigsten Herzklappenfehler in Deutschland sind die Stenose der Aortenklappe und die Insuffizienz der Mitralklappe. Beides sind in der Regel Herzklappenfehler, die sich im Laufe des Lebens bilden oder verstärken, das heißt sie sind nicht angeboren.

Ein Herzfehler kann zu einer schweren Störung der Herzfunktion führen. Häufige Symptome sind Atemnot und Wassereinlagerung in den Beinen.

Durch eine Echokardiographie (Herzultraschall) kann das Vorliegen eines Herzklappenfehlers sehr gut beurteilt werden.

Sollte ein Herzklappenfehler vorliegen, bespricht der Arzt mit Ihnen, ob bereits eine Behandlung notwendig ist oder eine Nachkontrolle vorerst ausreicht. Dies hängt von dem Schweregrad des Herzfehlers ab.
Ist ein Herzklappenfehler behandlungsbedürftig, kommt neben einer medikamentösen Behandlung oft ein operatives Verfahren in Frage.

Heutzutage gibt es außer den operativen Verfahren die Möglichkeit der kathetergestützten Herzklappenbehandlungen. Die Behandlungsmöglichkeiten werden vom Arzt in Zusammenarbeit mit großen Herzteams abgestimmt.

Wir führen die Diagnostik der Herzklappenfehler im Klinikum Stadt Soest durch und haben derzeit eine enge Kooperation mit dem Klinikum Dortmund und dem Herzzentrum Bad Oeynhausen. Dabei kann die Therapie in einer Operation bestehen (operativer Herzklappenersatz) oder in einem kathetergestützten Verfahren (TAVI/MitraClip®).

Bei geeigneten Patienten, insbesondere gekennzeichnet durch hohes Lebensalter und vielerlei Vorerkrankungen, bieten sich alternativ seit mehr als zehn Jahren Verfahren an, bei denen der Brustkorb geschlossen bleiben kann und die Behandlung der Herzklappe durch einen Katheterzugang durch die Leiste erfolgt. Diese Verfahren haben sich inzwischen sehr gut etabliert und als sicher und effizient erwiesen. Ob Sie ein geeigneter Kandidat dafür sind ergibt sich im Laufe der Voruntersuchungen und der nachfolgenden Gespräche.

ASD/PFO Verschluss (Schirmchenverschluss bei Herzfehlern)

Persistierendes Foramen ovale (PFO)

Ein atrialer Septumdefekt (ASD) oder ein persistierendes Foramen ovale (PFO) ist ein angeborener Defekt der Scheidewand zwischen dem rechten und linken Herzvorhof. Lungenhochdruck oder ein Schlaganfall können die Folge sein. Mit einem kleinen Eingriff unter allein örtlicher Betäubung wird mittels eines kleinen Schirmchens der Defekt verschlossen. Der Arzt punktiert eine große Vene im Leistenbereich und schiebt das Schirmchen zur Vorhofscheidewand vor, währenddessen erfolgt eine Ultraschallkontrolle mittels einer transösophagealen Echokardiographie (Schluckecho).

Wann ist zu einem Vorhofohr-Verschluss zu raten?

Watchman®-Occluder

Die häufigste Herzrhythmusstörung ist das Vorhofflimmern. Eigentlich ist das Vorhofflimmern eine relativ gutartige Herzrhythmusstörung. Im Laufe der Zeit können sich aber Blutgerinnsel im Herz, und insbesondere im linken Vorhofohr bilden. Diese Blutgerinnsel können zum Gehirn wandern (Embolie) und einen Schlaganfall auslösen.
Ihr Arzt rät Ihnen deswegen bei entsprechender Risikokonstellation zu einer dauerhaften Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten,

z.B. mit Marcumar® / Eliquis®/ Lixiana®/ Pradaxa® / Xarelto®.

Bei Patienten, bei welchen bereits einmal eine schwere Blutung (z.B. eine Hirnblutung) aufgetreten ist, kann die Gabe von gerinnungshemmenden Medikamenten aber problematisch sein, da sich dadurch das Risiko für eine erneute Blutung erhöht.

Studien haben gezeigt, dass ein interventioneller Vorhofohrverschluss durch ein geeignetes System (z. B. Watchman®-Occluder) Schlaganfälle bei Vorhofflimmern mindestens genauso gut verhindern kann wie die oben genannten Medikamente. Daher ist dieses Verfahren eine wichtige Alternative. Wir führen diesen Eingriff mittels Katheter-Technik über die große Leistenvene durch.

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