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Dienstag, 23. Februar 2021

Neue Methode öffnet verstopfte Gefäße ohne große Operation

Das KlinikumStadtSoest bietet jetzt ein modernes und zeitgleich schonendes Behandlungsverfahren an, das Patienten mit der Schaufensterkrankheit zugutekommt.

Dr. Arour erklärt seinem Patienten mit Hilfe eines vergrößerten Modells das neue Behandlungsverfahren. Das in der Behandlung eingesetzte Kathetersystem hat lediglich die Größe einer Kugelschreibermine.

Wenn Menschen bei einem Stadtbummel immer wieder wegen Schmerzen in den Beinen vor Schaufenstern stehenbleiben, könnte die, im Volksmund unter den bildhaften Namen „Raucherbein" und „Schaufensterkrankheit" bekannte, periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) dahinterstecken.

Heute geht man davon aus, dass etwa jeder vierte Patient über 55 Jahren von der Durchblutungsstörung der Beine betroffen ist. Männer sind viermal häufiger als Frauen im Patientenfeld vertreten.

Die Schlagaderverkalkung geschieht schleichend. Ablagerungen im Inneren der Blutgefäße verengen die Schlagadern im Extremfall bis zum völligen Verschluss. Das Schlimme daran: Bei einem Großteil der Patienten befindet sich die Erkrankung noch im Ausgangsstadium, weshalb sie keine Beschwerden aufweisen. 

Im fortgeschrittenen Stadium der PAVK können sie nur noch wenige Meter schmerzfrei zurücklegen. Schlimmstenfalls kann es zum Verlust der Gliedmaßen kommen. Daher ist die PAVK eine ernstzunehmende Erkrankung, deren Fortschreiten unbedingt verhindert werden muss. Durch die optimale Einstellung der Risikofaktoren könnte eine Zunahme der Verkalkung verhindert werden, bevor ein Eingriff notwendig wird.

 

Neben der Gefäßoperation (Bypass Operation) und der Ballonaufdehnung steht den Gefäßmedizinern im KlinikumStadtSoest eine moderne, zeitgleich schonende und minimalinvasive Technik zur Verfügung. Dieses Verfahren, die Rotationsatherektomie, eignet sich besonders gut bei Patienten mit ausgeprägten Verkalkungen bzw. Verschlüssen. Wenn technisch möglich kann so auf einen größeren chirurgischen Eingriff (Bypass Operation) verzichtet werden.

Im Gegensatz zu der reinen Ballonaufdehnung, bei der die Verkalkung lediglich an die Gefäßwand gedrückt wird, fräst sich das Rotationsatherektomie-System durch die Verkalkung und trägt die Ablagerungen mittels einer Saugfunktion ab. Mit einem rotierenden Fräskopf an der Spitze des zwei Millimeter kleinen ferngesteuerten Kathetersystems bringt es eine Geschwindigkeit von bis zu 73.000 Umdrehungen pro Minute mit und hat zudem ausfahrbare Messer sowie einen Saugport an der Seite. Das verkalkte Material kann dadurch geraspelt, pulverisiert und abgesaugt werden, damit das Blut wieder ungehindert fließen kann.

Dr. Saher Arour, der neue Leiter der Gefäß- und endovaskulären Chirurgie am KlinikumStadtSoest, ist mit bislang ca. 200 Prozeduren einer der erfahrensten Ärzte Deutschlands in diesem neuen Verfahren. Besonders begeistert ist Dr. Arour davon, wie schonend diese Methode für die Patienten ist. „Einen großen Mehrwert sehe ich in der Tatsache, dass die Behandlung häufig in örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann und die Patienten so nach zwei Nächten wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden können. Eine lange Regenerationszeit, besonders bedeutend für ältere Patienten, kann somit vermieden werden", erklärt der Gefäßchirurg.

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